Neun Musik-Streaming-Dienste, verglichen nach Preis, Audioqualität und dem, worüber sonst niemand redet: wie viel bei den Künstlerinnen und Künstlern ankommt.
Stand: August 2026
Streams, die ein Artist für 1.000 Dollar braucht
Weniger ist besser. Werte gerundet, Durchschnitt über alle Länder und Abo-Arten.
Vergütung pro Stream in US-Cent
Mehr ist besser. Mittelwert der öffentlich bekannten Spannen.
Napster ist weg. Der Dienst, der 2025 noch die beste Künstlervergütung hatte, wurde von Infinite Reality gekauft und am 1. Jänner 2026 mitten im Abspielen abgedreht. Statt Musik gab es einen Splash-Screen: Napster sei "no longer a music streaming service", jetzt eine AI-Plattform. Playlists und Bibliotheken waren von einem Tag auf den anderen futsch, geblieben ist ein Link auf ein fremdes Transfer-Tool. Genau deshalb steht in diesem Blog so oft: kauf die Musik, die du magst.
Was kein Streaming-Dienst schlägt: ein Kauf auf Bandcamp, wo nach Abzug der Gebühren rund 82 Prozent beim Artist landen. Ein einziges verkauftes Album zu 10 Dollar bringt so viel wie zehntausende Streams. Dazu kommen Vinyl, CD, Kassette und der direkte Kauf am Merch-Stand.
Und der Hoffnungsträger:Subvert, seit 12. Mai 2026 öffentlich. Ein Download-Marktplatz, der als Genossenschaft organisiert ist und über 22.000 Mitgliedern gehört, davon mehr als 14.000 Artists und 2.200 Labels. Plattformgebühr null Prozent nach Mitgliederentscheid, freiwilliger Beitrag beim Checkout, eine Stimme pro Mitglied, keine AI-Musik. Kein Streaming, aber die konsequenteste Antwort auf die Frage, wem die Plattform eigentlich gehört.
Hinweis zu den Zahlen: Preise sind die regulären Monatspreise für Österreich beziehungsweise die Eurozone, ohne Aktionen und Jahresrabatte. Vergütungen pro Stream sind Durchschnittswerte aus öffentlich verfügbaren Auswertungen. Was tatsächlich ankommt, hängt von Vertrag, Label, Distributor, Land und Abo-Art der Hörerinnen und Hörer ab. Premium-Streams zahlen typischerweise das Zwei- bis Dreifache eines werbefinanzierten Streams.